Rückblick auf den letzten Spieltag der Damen-Bundesliga
- Lukas Müller
- 17. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Der letzte Spieltag der Damen-Bundesliga versprach viel Spannung und genau die wurde geliefert. Doch trotz hart umkämpfter Duelle blieb die Tabelle am Ende unverändert. Damit stehen die sechs Playoff-Teams sowie die beiden Mannschaften fest, die in den Playdowns aufeinandertreffen werden.
Wer hat gespielt?
UHC Sparkasse Weißenfels vs. Dümptener Füchse 2:4
Floorball BB United vs. MFBC Leipzig 2:7
TSG Erlensee vs. Red Devils Wernigerode 3:4
SSF Dragons Bonn vs. ETV Lady Piranhhas 4:2
Welches Team überzeugte mit seiner Defensive?
Die Dümptener Füchse mussten ohne ihre Topscorerin Winona Jürgens in Weißenfels antreten, doch das hinderte sie nicht an einer kontrollierten und souveränen Vorstellung. Ihr 4:2-Auswärtssieg setzte die SSF Dragons Bonn zusätzlich unter Druck, da Bonn später ebenfalls gewinnen musste, um Platz drei zu sichern. Von Beginn an kontrollierte Dümpten das Spiel und ließ nur wenige Chancen für den UHC Sparkasse Weißenfels zu. Auch das zwischenzeitliche 1:1 brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Sie fanden immer wieder die richtige Antwort und hielten das Spielgeschehen fest in der Hand. Das zweite Drittel verlief zerfahren und ohne viele Highlights, doch Dümpten behielt weiter die Spielkontrolle. Zwar gelang Weißenfels früh im letzten Drittel der Anschlusstreffer zum 2:3, doch trotz mehr Druck in der Offensive fehlte dem UHC die Effizienz im Abschluss. Mit dem 2:4 in der Mitte des Schlussabschnitts machten die Füchse schließlich alles klar. Interessanterweise treffen beide Teams in zwei Wochen erneut aufeinander, dann beginnt das Playoff-Viertelfinale mit Spiel eins in Weißenfels.
Welches Team bewies Comeback-Qualitäten?
Für die TSG Erlensee und die Red Devils Wernigerode ging es in ihrem direkten Duell um alles: Der Sieger zog in die Playoffs ein, der Verlierer musste in die Playdowns. Erlensee erwischte den besseren Start und nutzte direkt die erste Überzahlsituation zur Führung. Doch Wernigerode ließ sich nicht abschütteln und glich schnell aus. Im zweiten Drittel dominierte Erlensee das Spiel und konnte sich durch zwei Treffer eine 3:1-Führung erarbeiten. Doch Wernigerode gab sich nicht auf und zeigte im Schlussdrittel Comeback-Qualitäten. In Überzahl gelang zunächst der Anschlusstreffer, bevor Hayley-Jane Tropschug für den Ausgleich sorgte. Eine Minute vor Schluss war es Lilly Fiedler, die das Spiel mit ihrem Treffer zum 3:4 endgültig drehte und den Red Devils das Playoff-Ticket sicherte. Damit trifft Wernigerode im Viertelfinale auf die SSF Dragons Bonn, während sich Erlensee nach dem Pokalwochenende in den Playdowns mit Floorball BB United messen muss.
Welches Team sorgte für eine Überraschung?
Die SSF Dragons Bonn stellten sich der Herausforderung, die ihnen Dümpten mit dem Sieg in Weißenfels auferlegt hatte und meisterten sie mit Bravour. Gegen den sicheren Tabellenzweiten, die ETV Lady Piranhhas Hamburg, gelang den Bonnerinnen ein überzeugender 4:2-Erfolg. Schon im ersten Drittel setzte Bonn mit zwei Treffern ein klares Zeichen. Nach einem frühen Gegentor im Mitteldrittel fing sich das Team aus NRW schnell wieder und konnte den Vorsprung weiter ausbauen. Hamburg kam im Schlussdrittel zwar noch einmal heran, doch die Dragons verteidigten die Führung souverän und sicherten sich mit diesem Sieg Platz drei in der Abschlusstabelle. Für Hamburg war es nach der Niederlage gegen Dümpten die zweite Pleite gegen ein mögliches Halbfinal-Gegnerteam. Ein Warnsignal für die Playoffs? Während die Bonnerinnen nun zunächst ihr Pokal-Heimspiel gegen Weißenfels bestreiten, reisen die Lady Piranhhas zum Pokalspiel nach Erlensee.
Welches Team beschenkte sich selbst mit der perfekten Hauptrunde?
Der MFBC Leipzig war in dieser Saison eine Klasse für sich. Mit 14 Siegen aus 14 Spielen, einer beeindruckenden Tordifferenz von +98 und einem Gegentorschnitt von nur 1,8 Treffern pro Spiel untermauerten die Leipzigerinnen ihre Favoritenrolle eindrucksvoll. Ihr souveräner 7:2-Sieg gegen Floorball BB United war der perfekte Abschluss einer makellosen Hauptrunde. Noch immer hat kein Team ein Mittel gefunden, um Leipzig ernsthaft zu gefährden. Der Weg zum Meistertitel führt unweigerlich über den MFBC. In der kommenden Woche kommt es bereits zum Wiedersehen zwischen Berlin und Leipzig, wenn die beiden Teams im Viertelfinale des Pokals aufeinandertreffen. Danach geht es für Berlin in die Playdown-Serie gegen Erlensee, während sich Leipzig über zwei freie Wochenenden freuen kann. Als erstplatzierte Mannschaft steigt der MFBC erst im Halbfinale der Playoffs ein, gemeinsam mit den ETV Lady Piranhhas Hamburg.
Foto: Felix Vatterodt
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