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Herrenpokal Rückblick

  • Autorenbild: Lukas Müller
    Lukas Müller
  • 24. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit


Der letzte Schritt Richtung Zwickau ist getan! Vier Teams haben sich ihr Ticket für das Final4 gesichert, doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Während ein Zweitligist für die große Überraschung sorgte, wurde andernorts bis zur letzten Sekunde um den Einzug ins Pokal-Halbfinale gekämpft.


Wer hat gespielt?

Unihockey Igels Dresden vs. Floor Fighters Chemnitz 3:5

 

VfL Red Hocks Kaufering vs. TSV Tollwut Ebersgöns 4:5 n.V.

 

UHC Sparkasse Weißenfels vs. SSF Dragons Bonn 8:5

 

TV Schriesheim vs. ETV Hamburg 5:8



Erster Zweitligist im Final4 seit 2016/17!

Der TSV Tollwut Ebersgöns hat Geschichte geschrieben! Mit einem 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen die Red Hocks Kaufering zieht der Zweitligist sensationell ins Final4 ein, als erstes Team aus Liga zwei seit Holzbüttgen in der Saison 2016/17.

Die Ausgangslage war klar: Kaufering, als Bundesligist favorisiert, wollte die große Kulisse nutzen, um das Final4-Ticket zu lösen. Doch Ebersgöns hatte andere Pläne. Trotz früher Führung der Gastgeber blieb der Außenseiter unbeeindruckt und glich nur Sekunden später durch Lian Rau aus. Zwar konnte sich Kaufering zur Spielmitte auf 3:1 absetzen, doch auch diesmal schlug Ebersgöns eiskalt zurück und stellte innerhalb von 95 Sekunden auf 3:3.

Die Gäste verteidigten tief und setzten auf gefährliche Konter. Diese Taktik zahlte sich aus, als Ebersgöns im letzten Drittel erstmals in Führung ging. Kaufering kämpfte sich mit dem 4:4 durch Ferdinand Reichenberger noch in die Verlängerung, doch dort war es erneut Lian Rau, der den entscheidenden Treffer erzielte und damit für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte sorgte.

Für Ebersgöns geht die Saison damit mit einer unglaublichen Geschichte weiter. Neben dem Final4-Knaller steht noch das direkte Duell mit den Frankfurt Falcons an, dort entscheidet sich, ob es zusätzlich noch mit den Playoffs klappt.


Starke Defensive reicht nicht für Dresden, Chemnitz zieht ins Final4 ein

Die Unihockey Igels Dresden haben sich gegenüber dem letzten Ligaduell mit den Floor Fighters Chemnitz deutlich gesteigert, doch am Ende reichte es nicht für die Überraschung. Mit einer starken Defensivleistung hielten die Igels die Partie lange offen, doch Chemnitz zeigte sich eiskalt und setzte sich mit 5:3 durch.

Nach 40 Minuten stand es nur 1:0 für die Gäste aus Westsachsen, ein Überzahltreffer war bis dahin der einzige Unterschied. Doch dann schaltete Chemnitz einen Gang hoch und erhöhte mit einem Doppelschlag auf 3:0. Dresden gelang zwar der Anschluss, doch die Floor Fighters konterten und stellten auf 4:1.

Als alles entschieden schien, kam Dresden mit zwei schnellen Treffern noch einmal heran. Drei Minuten vor dem Ende fehlte nur noch ein Tor zur Verlängerung. Doch ein Fehler im Aufbau beim 6-gegen-5 besiegelte die Niederlage, Chemnitz nutzte die Chance und setzte mit dem 5:3 den Schlusspunkt.

Für die Igels bleibt die Erkenntnis, dass sie mit einem Topteam lange mithalten konnten, aber 50 Minuten ohne eigenes Tor lassen sich nicht ausgleichen. Defensiv und kämpferisch kann das Team viel mitnehmen, doch für die bevorstehende Playoff-Serie gegen die SSF Dragons Bonn muss offensiv mehr kommen.


Welches Spiel war eine wahre Nervenschlacht?

Das Duell zwischen dem UHC Sparkasse Weißenfels und den SSF Dragons Bonn hielt, was es versprach, ein echtes Topspiel! Weißenfels startete furios und führte nach nicht einmal drei Minuten bereits mit 2:0. Doch die Dragons ließen sich nicht abschütteln und glichen noch vor der ersten Pause aus. Auch das zweite Drittel war ein offener Schlagabtausch, mit einer erneuten Führung für den UHC und dem schnellen Ausgleich der Bonner. Doch Weißenfels konnte sich mit einem Doppelschlag vor der letzten Pause einen Vorteil verschaffen.

Im Schlussabschnitt wurde es noch einmal spannend: In doppelter Überzahl verkürzte Bonn auf 4:5. Doch Weißenfels blieb konzentriert, ließ nichts mehr anbrennen und setzte mit drei weiteren Treffern den Schlusspunkt. Für die Dragons endet die Pokalsaison erneut in Weißenfels, extrem bitter nach einer bislang starken Saison. Der UHC hingegen sendet mit diesem Sieg ein starkes Signal in Richtung Hamburg, wo das erste Playoff-Viertelfinale ansteht. Bonn reist  zum Duell mit den Igels nach Dresden.


Der ETV überzeugt in Erlensee

Die ETV Piranhhas Hamburg machten von Beginn an klar, dass sie ihr Ticket für das Final4 lösen wollten. Doch Schriesheim erwischte in ungewohnter Halle den besseren Start und ging früh in Führung. Die Antwort der Hamburger folgte jedoch prompt: Ein schneller Doppelschlag brachte den Favoriten mit 2:1 in Front. Danach spielte der ETV seine Stärken aus und lag bereits nach dem ersten Drittel mit 5:2 vorne.

Schriesheim fand nie richtig ins Spiel und hatte der Effizienz der Hamburger wenig entgegenzusetzen. Immer wieder setzte der ETV genau im richtigen Moment die entscheidenden Nadelstiche und baute die Führung weiter aus. Am Ende stand ein ungefährdeter Erfolg für die Piranhhas, die damit ins Final4 einziehen. Für den TV Schriesheim endet die Pokalreise diesmal bereits im Viertelfinale, anders als in den letzten beiden Jahren. Nun richtet sich der Fokus auf die Playdown-Serie gegen den FBC München, während der ETV in den Playoffs auf Weißenfels trifft.

 

Die Teilnehmer für das Final4 am 17./18.05 in Zwickau:

  • Floor Fighters Chemnitz

  • TSV Tollwut Ebersgöns

  • UHC Sparkasse Weißenfels

  • ETV Piranhhas Hamburg

 

Foto: Maria Schramm


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