Finale 2. Herren Bundesliga – Potsdam ist erstklassig!
- Jonas Henschler
- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Ein zweites Spiel auf Augenhöhe, zwei Teams mit dem gleichen Ziel und am Ende jubelt nur einer. Der SC Potsdam hat es tatsächlich geschafft und steigt nach zwei intensiven Partien gegen den SC DHfK Leipzig direkt in die 1. Floorball Bundesliga auf. Saison 2025/26 -> Erstklassigkeit, Potsdam ist dabei!
Rote Karte - Was war eigentlich mit Nieminen los?
Wer sich an Spiel 1 erinnert, erinnert sich auch an einen kurzen Schockmoment für Potsdam: Veeti Nieminen, ihres Zeichens Topscorer, flog mit Rot vom Feld. Der Aufschrei war groß, die Frage noch größer: Sperre ja oder nein? Die Verbandsspruchkammer (VSK) nahm sich der Szene an und kam zu dem Schluss: Keine rote Karte! So kam am Freitagabend die frohe Botschaft ins Potsdamer Lager geflattert: Veeti darf ran! Und wie wichtig das war, sollte sich noch zeigen...
Wer hatte eigentlich das Spiel im Griff?
Kurze Antwort: Niemand so richtig und genau das machte es so spektakulär! Vor rund 200 Fans in einer prall gefüllten Leipziger Halle entwickelte sich ein Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die Drittelstände? 1:1, 3:3, 3:3 und die Verlängerung: 0:1.
Highlight im zweiten Drittel: Leipzig dreht einen 1:2-Rückstand in eine 4:2-Führung. Doch wer glaubt, Potsdam lässt sich so einfach abschütteln, kennt dieses Team nicht. Noch vor der Pause kämpften sie sich zurück zum 4:4, ein perfekter Vorgeschmack auf das, was da noch kommen sollte.
Wer wollte es mehr im letzten Drittel?
Alle. Wirklich alle. Das letzte Drittel war ein echter Thriller. Potsdam geht in Führung? Leipzig gleicht aus. Leipzig geht in Führung? Potsdam zieht nach. Führung Leipzig? Ausgleich Potsdam. Das Ganze gleich dreimal. Ergebnis: 7:7 und rein in die Verlängerung!
Wem gehört die Overtime?
Ehrlich? Die ersten Minuten ganz klar Leipzig. Zwei dicke Chancen, zweimal stark gehalten von Potsdams Schlussmann Nico Hoffmann, cooler als ein skandinavischer Eisschrank ;). Und dann? Kam der Konter, der alles entschied. Die Nieminen-Brüder stürmen übers Feld, Joona mit dem perfekten Pass, Veeti mit der kalten Dusche für Leipzig. Drin. Jubel. Ende.
Und Leipzig? Stand da. Einfach einen Tick zu spät. Manchmal entscheiden Sekunden oder eben ein Brüderpaar aus Finnland.
Und jetzt?
Potsdam gewinnt die Serie 2:0, beendet damit den Leipziger Aufstiegstraum und darf sich ab sofort Erstligist nennen.
Für Leipzig geht es jetzt in die Relegation gegen den VfL Red Hocks Kaufering, eine bekannte Serie.
Bremen sichert sich Relegationsplatz – Mittelnkirchen steigt ab
Der TV Eiche Horn Bremen hat sich in den Playdowns der 2. Bundesliga Nord/West eindrucksvoll den Klassenerhalt gesichert, zumindest vorerst. Mit einem deutlichen 10:1-Sieg gegen den MTV Mittelnkirchen entschieden die Bremer die Serie souverän für sich und ziehen in die Relegation ein. Für Mittelnkirchen hingegen endet die Saison mit dem Abstieg in den regionalen Spielbetrieb.
Bereits in den ersten zehn Minuten machte Bremen klar, dass sie den Klassenerhalt unbedingt sichern wollen. Ein schneller 4:0-Vorsprung stellte früh die Weichen auf Sieg. Auch in der Folge ließ das Team nichts anbrennen und dominierte das Spielgeschehen. Am Ende stand ein überzeugender 10:1-Erfolg, mit dem die Bremer die Serie insgesamt mit 19:4 für sich entschieden.
Während sich Mittelnkirchen nun aus der 2. Bundesliga verabschieden muss, bleibt Bremen noch eine letzte Hürde auf dem Weg zum Klassenerhalt. Der direkte Aufsteiger in die Liga wird in den kommenden Wochen zwischen den Baltic Storms und dem TSC Wellingsbüttel ermittelt. Der Verlierer dieser Best-of-Three-Serie trifft anschließend in der Relegation auf Bremen. Ein Duell, das über den letzten freien Platz in der Liga entscheiden wird.
Foto: H. Brosius
Comments